Wohnungsbaugenossenschaften Deutschland

Herstellung eines gesunden "Wohnwetters"

In der nassen und kalten Jahreszeit tritt in der Küche, im Bad und im Schlafzimmer vermehrt das Problem von Schimmel an den Wänden und im Fensterbereich auf. Folgende Tipps können die Bildung von Schimmel in Ihrer Wohnung verhindern:

Die Beachtung folgender Empfehlungen zur Sicherstellung eines optimalen „Wohnwetters“ bietet größtmögliche Sicherheit zur Vermeidung von Schimmelpilzen:
Im Interesse einer gesunden Atemluft muss mindestens 3-4 Mal täglich gründlich gelüftet werden. Der Austausch verbrauchter Luft gegen Frischluft funktioniert bei kalten Temperaturen sehr schnell. Unter +5°C genügen maximal 5 Minuten, bis zu 15°C maximal 10 Minuten, über 15°C beliebig.

Verbessert das Raumklima und sichert die BausubstanzWährend der Heizperiode muss zum effektiven Luftaustausch in jedem Raum das Fenster kurz ganz geöffnet werden. Voll gestellte Fensterbänke sollten deshalb vermieden werden. In der kalten Jahreszeit hat Kipplüften nur nachteilige Folgen. Der Luftaustausch erfolgt sehr schleppend. Die Raumflächen rund um das Fenster sowie der Boden kühlen dabei aus. Kipplüften erhöht die Heizkosten.
Kalte Herbst- oder Winterluft auch bei Regen ist immer trockener als die warme, verbrauchte Zimmerluft in unseren Wohnungen, da Sie nach dem Erwärmen in der Wohnung eine geringe relative Feuchte besitzt. Sie kann 50-60 % Wohnfeuchte aufnehmen.
Luftfeuchte darf sich nicht über längere Zeit in der Wohnung verteilen. Daher sollte nach dem Duschen und Kochen sofort gelüftet werden.

Achten Sie darauf, keine Räume unter 18°C auskühlen zu lassen. Völliges Auskühlen und Aufheizen erhöht die Heizkosten. Bei Schimmelgefahr im Schlafzimmer sollte die Zimmertemperatur tagsüber 18-20°C betragen, da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte Luft. Halten Sie Türen zwischen warmen und kalten Wohnbereichen dringend geschlossen, da sich die Feuchte Warmluft ansonsten in kalten Zimmern niederschlägt.

Wer tagsüber nicht zuhause ist, sollte die Wohnung nicht unter 18°C auskühlen lassen. Auch Berufstätige können dafür Sorge tragen, morgens, abends und an Wochenenden ausreichend zu lüften. So sollten während der Abwesenheit Feuchtigkeitsschäden vermieden werden.Viele vermuten übrigens irrtümlich, dass Energie gespart wird, wenn tagsüber die Heizkörperventile heruntergeregelt werden. Viel besser ist eine gleichmäßige Raumtemperatur. Auch raten Experten dazu, die Heizung nachts oder bei längerer Abwesenheit nicht ganz auszuschalten.

Einrichtungsgegenstände aller Art sollten nicht press an Wände, vor allem nicht an Außenwände gestellt werden, da hinter diese Gegenstände nur wenig Raumwärme gelangen kann und diese Flächen stark auskühlen. Große Schrankwände möglichst nicht an Außenwände stellen.

Wäsche sollte in Trockenräumen oder im Freien getrocknet werden. Stehen diese Möglichkeiten nicht zur Verfügung, dann kann auch in der Wohnung in gut beheizten Räumen getrocknet werden. Die Tür ist geschlossen zu halten. Zur Reduzierung der Luftfeuchte muss mehrmals effektiv gelüftet werden.

Beim Baden, Duschen und Kochen sollte sofort für den Abzug der Feuchtigkeit gesorgt werden.

Die kühlen Kellerräume sollten nur gelüftet werden, wenn es draußen kälter ist als drinnen. Dies ist im Sommer gewöhnlich nachts oder in den frühen Morgenstunden. Bereits im Frühsommer ist die Warmluft von draußen schädlich, weil ihr erhöhter Feuchtegehalt an den kalten Bauteilen und Einrichtungsgegenständen kondensiert. Im Gegensatz zum Winter darf dann keine Belüftung erfolgen.

Ein Hygrometer in der Wohnung ist von Vorteil. Ideal ist eine 50%ige Luftfeuchtigkeit.

Sollten Ihre Thermostatventile oder Ihre Heizkörper nicht einwandfrei funktionieren, sprechen Sie bitte Ihren Hauswart an.