Wohnungsbaugenossenschaften Deutschland

Freistellungsauftrag

Erklärungen zum Freistellungsauftrag

 

Mit einem Freistellungsauftrag für Kapitalerträge können Sie als Mitglied einer Genossenschaft oder als Privatanleger bei einer Bank, Sparkasse, Bausparkasse die Auszahlung von Kapitalerträgen ohne Abzug von Kapitalertragsteuer/Kirchensteuer bzw. Abgeltungssteuer beantragen. Zu den Kapitalerträgen zählen Zinsen, Ausschüttungen von Fonds, Dividenden und realisierte Kursgewinne aus Wertpapiergeschäften. Gesetzliche Grundlage ist der § 44a EStG.

Erteilen Sie keinen Freistellungsauftrag oder sind die Kapitalerträge höher als der Freistellungsbetrag, führt das Institut vom übersteigenden Betrag 25 Prozent Kapitalertragsteuer/Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer automatisch an das Finanzamt ab.

Um unnötige Steuerabzüge zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, rechtzeitig einen Freistellungsauftrag zu erteilen. Denn ist die Steuer erst einmal abgeführt, müssen Sie bis zur nächsten Steuererklärung warten, bis Sie Ihr Geld zurückbekommen.

So hoch sind die Freibeträge

Insgesamt darf jede Person 801 Euro an Kapitalerträgen freistellen, Ehegatten also 1.602 Euro. Kapitalerträge von Kindern werden nicht in den Sparerpauschbetrag der Eltern eingerechnet. Für die Konten von Minderjährigen können Eltern jeweils einen gesonderten Freistellungsauftrag bis zur gesetzlichen Höchstgrenze von 801 Euro stellen. Dieser muss von allen gesetzlichen Vertretern unterschrieben werden.  

Haben Sie bei mehreren Kreditinstituten Konten und Depots oder sind Sie Mitglied bei mehreren Genossenschaften, können Sie den Freistellungsbetrag aufteilen und die Teilbeträge auf die Freistellungsaufträge den einzelnen Instituten zuweisen. Sie müssen also die Summe Ihrer Kapitalerträge bei jeder Gesellschaft abschätzen und die Freibeträge sorgfältig verteilen.